Aktuelles

Umfrage: Mehr Einsatz für den Kohleausstieg in NRW

Umfrage: Mehr Einsatz für den Kohleausstieg in NRW

Viele unzufrieden mit Fortschritten bei Energiewende und Elektromobilität

Berlin/Hamburg, 12. Juli 2017: Vielen Nordrhein-Westfalen geht die Energiewende in Deutschland nicht schnell genug voran: Fast die Hälfte aller Menschen in NRW (45 Prozent) sind mit dem Fortschritt der Energiewende eher bzw. sehr unzufrieden. Zufrieden sind 39 Prozent. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von WWF und LichtBlick hervor*.

Ein Drittel der Befragten in Nordrhein-Westfalen fordert zum Beispiel, dass sich ihr Bundesland stärker für den Kohleausstieg einsetzen sollte, damit die Energiewende gelingt. Damit befürworten im „Braunkohle-Land“ NRW deutlich mehr Menschen ein stärkeres Engagement für den Kohleausstieg als im bundesweiten Durchschnitt (NRW: 33 Prozent, BRD: 24 Prozent). „Viele Menschen in NRW wollen konkrete Fortschritte bei der Energiewende und den Kohleausstieg. Damit sind sie weiter als ihre neue Regierung. Die Koalition aus CDU und FDP verharrt auf der rückständigen Kohleverstromung und riskiert so die Zukunftsfähigkeit ihres Landes“, bilanziert Michael Schäfer, Leiter des Fachbereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland.

Beim Ausbau der Elektromobilität ist das Ergebnis noch eindeutiger: Damit sind 56 Prozent der Befragten in NRW eher bzw. sehr unzufrieden, nur 24 Prozent sind zufrieden. „Der Umstieg auf klimafreundliche Mobilität mit erneuerbarer Energie ist ein wichtiger Schritt für die Energiewende. Daher brauchen wir neben deutlich ehrgeizigeren Ausbauzielen bei den Erneuerbaren endlich auch bei der Elektromobilität sichtbare Fortschritte. Im Bundesland mit der höchsten Verkehrsdichte muss endlich Substanzielles passieren“, mahnt Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick.

Der Anteil von Elektroautos liegt in NRW mit 0,05 Prozent knapp unter dem Bundesdurchschnitt. Erst rund 5.300 von insgesamt mehr als 9,8 Millionen Autos in NRW sind reine Elektrofahrzeuge. Der Anteil der erneuerbaren Energien liegt bislang deutlich unter dem Bundesdurchschnitt. Nur 10,6 Prozent des in Nordrhein-Westfalen produzierten Stroms wird nach den Daten der Energiestatistik NRW aus erneuerbaren Energien gewonnen, bundesweit sind es 29 Prozent. Dagegen ist der Anteil des Kohlestroms in NRW weiterhin dominant: Fast die Hälfte des in Deutschland erzeugten Kohlestroms stammt von hier.

OurEnergy Tour bei Kölner Lichter

Die Menschen als entscheidender Treiber der Energiewende – das zeigen der WWF und LichtBlick mit ihrer bundesweiten #OurEnergy Tour. Am 15. Juli macht sie Station bei den Kölner Lichtern. Auf verschiedene Häuserfassaden in Köln projizieren der WWF und LichtBlick einen außergewöhnlichen Film, in dem sich überdimensional groß Menschen in Energiewesen verwandeln und so die Energie sichtbar machen, die in uns allen steckt. Denn jeder Einzelne kann mit seiner Energie zum Fortschritt der Energiewende beitragen.
Alle Informationen zur Tour finden sich unter www.energiewendebeschleunigen.de, der
gemeinsamen Webseite von WWF und LichtBlick. Im dortigen Pressebereich stehen Bilder des Films sowie Grafiken zu den Umfrageergebnissen und Hintergrundinformationen für Ihre Publikation bereit.

Über LichtBlick und WWF

Das Energie- und IT-Unternehmen LichtBlick und die Naturschutzorganisation WWF Deutschland wollen gemeinsam die Energiewende in Deutschland beschleunigen. Zusammen verfolgen sie das Ziel, Menschen für Veränderung zu begeistern und die enormen Chancen einer erneuerbaren Energie-Zukunft sichtbar zu machen. Mehr Informationen gibt es unter www.energiewendebeschleunigen.de im Internet.

Kontakt

Lea Vranicar, Pressestelle WWF
Tel. 030 311 777 467, E-Mail: lea.vranicar@wwf.de

Frank Krippner, Pressestelle LichtBlick
Tel.: 040 6360 1485, E-Mail: frank.krippner@lichtblick.de

Downloads

Pressemeldung Pdf
NRW-Faktencheck Energiewende Pdf
Umfrage zur Energiewende Pdf

 

*Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland GmbH bereitgestellt. An der Befragung zwischen dem 24.05. und dem 29.05.2017 nahmen 2057 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).