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Umfrage: Hessen sind unzufrieden mit Ausbau der E-Mobilität

Umfrage: Hessen sind unzufrieden mit Ausbau der E-Mobilität

Quoten und Fahrverbote kommen für viele Menschen in Hessen infrage

Berlin/Frankfurt, 22. August 2017: Die Menschen in Hessen sind mit dem Ausbau der Elektromobilität unzufrieden. Das hat eine aktuelle Umfrage von WWF und LichtBlick ergeben. Demnach gab mehr als die Hälfte der Hessen (56 Prozent) an, eher oder sehr unzufrieden zu sein. Nur rund ein Viertel (24 Prozent) sagte, eher oder sehr zufrieden zu sein. Deutschlandweit sind 55 Prozent unzufrieden, nur 26 Prozent sind zufrieden.*

Damit sich der Anteil von E-Autos in Deutschland erhöht, sprachen sich 28 Prozent der Menschen in Hessen sogar für temporäre Fahrverbote besonders schmutziger Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor aus. Jeder Zehnte würde verbindliche Quoten für E-Autos befürworten – deutschlandweit sind es sogar 14 Prozent. „Trotz Dieselskandal drohen deutsche Autobauer und die Politik, die Elektromobilität weiter zu verschlafen, statt sie endlich voran zu bringen. Dabei ist die Verkehrswende unumgänglich, um das Klima und die Gesundheit der Menschen zu schützen“, sagt Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick.

Ähnlich wie beim Thema Elektromobilität sieht auch die Gemütslage bezüglich der Energiewende in Deutschland aus: 45 Prozent der Hessen sind mit dem Fortschritt der Energiewende eher oder sehr unzufrieden, zufrieden damit sind 38 Prozent (deutschlandweit: 45 versus 41 Prozent). Dass die Energiewende in Hessen nicht richtig in Fahrt kommt, lässt sich auch am Stromverbrauch ablesen: Der Anteil der Erneuerbaren am Stromverbrauch liegt dort gerade einmal bei rund 17 Prozent, in Gesamtdeutschland sind es rund 31 Prozent.

Damit es in Zukunft schneller vorangeht, wünschen sich 35 Prozent der Menschen in Hessen mehr Investitionen in Batterien, um erneuerbare Energien besser speichern und jederzeit abrufen zu können. Außerdem hätte jeder Dritte Hesse (33 Prozent) gerne mehr lokale Projekte zur Gewinnung Erneuerbarer, an denen sich Menschen finanziell beteiligen können.

„Es ist essentiell, dass die Menschen die Energiewende mitgestalten können und wollen. Gemeinsam sind wir in der Lage, Deutschland zukunftsfähig zu machen. Politik und Wirtschaft setzen dafür wichtige Rahmen, aber wir als Zivilgesellschaft müssen sie füllen“, sagt Michael Schäfer, Leiter des Fachbereichs Klimaschutz und Energiepolitik beim WWF Deutschland

OurEnergy Tour in Frankfurt

Die Menschen als entscheidender Treiber der Energiewende – das zeigen der WWF und LichtBlick mit ihrer bundesweiten #OurEnergy Tour. Am 25. August macht sie Station in Frankfurt. Auf die Fassade des Restaurants MainNizza, Untermainkai 17, projizieren der WWF und LichtBlick zwischen 22.00 und 0.00 Uhr einen außergewöhnlichen Film, in dem sich überdimensional groß Menschen in Energiewesen verwandeln und so die Energie sichtbar machen, die in uns allen steckt.
Alle Informationen zur Tour finden sich unter www.energiewendebeschleunigen.de, der gemeinsamen Webseite von WWF und LichtBlick. Im dortigen Pressebereich stehen Bilder des Films sowie Grafiken zu den Umfrageergebnissen und Hintergrundinformationen für Ihre Publikation bereit.

Über LichtBlick und WWF

Das Energie- und IT-Unternehmen LichtBlick und die Naturschutzorganisation WWF Deutschland wollen gemeinsam die Energiewende in Deutschland beschleunigen. Zusammen verfolgen sie das Ziel, Menschen für Veränderung zu begeistern und die enormen Chancen einer erneuerbaren Energie-Zukunft sichtbar zu machen. Mehr Informationen gibt es unter www.energiewendebeschleunigen.de im Internet.

Kontakt

Lea Vranicar, Pressestelle WWF
Tel. 030 311 777 467, E-Mail: lea.vranicar@wwf.de

Frank Krippner, Pressestelle LichtBlick
Tel.: 040 6360 1485, E-Mail: frank.krippner@lichtblick.de

Downloads

Pressemeldung Pdf
Hessen-Faktencheck Energiewende Pdf
Umfrage zur Energiewende Pdf

 

*Alle Daten, soweit nicht anders angegeben, sind von der YouGov Deutschland GmbH bereitgestellt. An der Befragung zwischen dem 24.05. und dem 29.05.2017 nahmen 2057 Personen teil. Die Ergebnisse wurden gewichtet und sind repräsentativ für die deutsche Bevölkerung (Alter 18+).