Wenn man zu Themen wie Energiewende, erneuerbare Energien und Elektromobilität arbeitet, reicht es natürlich nicht, nur im eigenen Büro zu sitzen. Ein wichtiger Teil der Arbeit innerhalb der Kooperation besteht deshalb darin, Veranstaltungen zu organisieren, auf denen ein Austausch zu unseren Inhalten stattfindet. Oder andere Veranstaltungen zu besuchen und unsere Themen dorthin mitzubringen.
Podiumsdiskussion auf der re:publica © WWF | Thomas Heim
Das haben wir im vergangenen Jahr gleich dreimal getan. Wir waren im Mai 2016 bei der Digitalmesse re:publica in Berlin. Dort haben wir mit ganz unterschiedlichen Gästen aus den Bereichen Stadtentwicklung, Energie, Mobilität und Ernährung eine Podiumsdiskussion zum Thema „Digitalisierung und Klimaschutz“ auf die Beine gestellt.
Mit mehr als 200 Besuchern und vielen Fragen aus dem Publikum war es eine tolle Veranstaltung, die uns inspiriert hat, in 2017 wieder Gast bei der re:publica zu sein. Ebenfalls im Mai 2016 haben wir in Hamburg eine Veranstaltung zum Thema „Smart City Hamburg“ organisiert. Im Afrika-Haus, wo auch LichtBlick einen Teil seiner Büros hat, sind wir der Frage nachgegangen, wie gut Hamburg für eine digitale und erneuerbare Zukunft aufgestellt ist. Dazu ein Beitrag von Eberhard Brandes auf Twitter.
Dabei kam heraus: Hamburg macht schon eine ganze Menge, angefangen beim 3E-Haus (unterstützt von LichtBlick), einem sehr guten Fahrradverleihsystem und vielen StartUps, die nachhaltige Ideen und Konzepte entwickeln. Eine Zusammenfassung der Veranstaltung gibt es auf dem LichtBlick-Blog.
Am 4. Juli 2016, pünktlich zum amerikanischen Unabhängigkeitstag, stand dann unsere Veranstaltung zur „Energiewende made in USA“ auf dem Berliner Programm. In die Bauakademie in Berlin-Mitte hatten wir eine ganze Reihe von USA-VersteherInnen eingeladen, um über den Stand und den Ausblick auf die Entwicklung erneuerbarer Energien in den Vereinigten Staaten zu sprechen. Und es wurde schnell deutlich, dass die US-Amerikaner in vielen Bereichen schon deutlich aufgeholt haben. Teilweise sind sie auch schon weiter bei der Einbindung erneuerbarer Energien, v.a. auf der Ebene der Bundesstaaten wie auch auf dem LichtBlick-Blog zu lesen ist.
Kalifornien oder Arizona wurden hier als Beispiele genannt. Natürlich wurde auch über die Präsidentschaftswahl und deren mögliche Ausgänge gesprochen – inzwischen ist die Welt hier ja schlauer.
]]>Quelle: energiewendebeschleunigen.de
]]>Quelle: energiewendebeschleunigen.de
]]>Quelle: www.carbonbrief.org
]]>Die Elektromobilität ist weltweit auf der Überholspur. Die Zahl der Elektroautos ist seit 2011 um das Zwanzigfache gestiegen. Insgesamt sind aktuell rund zwei Millionen E-Autos auf den Straßen unterwegs, wie aus einem neuen Report von WWF und LichtBlick hervorgeht. Die Elektroflotte kann künftig zum Speicher für die erneuerbaren Energien im Stromnetz werden, die Integration von E-Autos in das Stromsystem ist technisch machbar und wirtschaftlich attraktiv. Doch Deutschland hinkt der Entwicklung dieses rasant wachsenden Marktes hinterher.
Der Report vergleicht die weltweiten Trends, insbesondere die Vorreiterrolle Chinas, der USA, der Niederlande und Norwegens. Förderanreize für Elektroautos in China oder Norwegen und technische Innovationen aus den USA hängen die Bundesrepublik zusehends ab. So hatten Elektroautos bei den Neuzulassungen in Deutschland 2016 gerade einmal einen Anteil von 0,7 Prozent, in Norwegen waren es 29,3 Prozent. „Noch stehen wir am Anfang, aber der Trend Elektromobilität nimmt weltweit Fahrt auf. Ausgerechnet die ‚Automobil-Nation Deutschland‘ verschläft diese Entwicklung“, sagt Gero Lücking, Geschäftsführer Energiewirtschaft bei LichtBlick.
Auch für den Klimaschutz ist das verheerend. „Klimaschutz im Verkehrssektor gelingt nur, wenn die Zukunft aus elektrisch betriebenen Autos, Bussen, Rollern besteht, die Strom aus erneuerbaren Energien tanken“, sagt Viviane Raddatz, Klima- und Energieexpertin beim WWF Deutschland. „Der Verkehrssektor hat als einziger Wirtschaftsbereich bis heute keinen Beitrag zum Klimaschutz geleistet. Wenn wir unsere Verpflichtungen aus dem Paris-Abkommen ernst nehmen, muss der politische Rahmen dringend nachjustiert werden: Die Kaufprämie allein greift als Anreiz bislang nicht.“ Andere Länder kurbeln die Verbreitung von E-Fahrzeugen etwa mit deutlichen Steuervergünstigen, Zulassungsbeschränkungen für Verbrennungsmotoren oder sogar Pflichtquoten an. „Daneben brauchen wir weit ehrgeizigere Ausbauziele für die erneuerbaren Energien“, fordert die Klimaexpertin.
Ein entscheidender Baustein für den Erfolg der Verkehrswende ist für den WWF und LichtBlick die Integration von E-Autos in das Stromsystem. Deshalb müssen E-Autos und öffentliche Ladesäulen so ausgerüstet werden, dass die Batterien nicht nur Strom laden, sondern auch ins Netz zurückspeisen können, fordern die Energiewende-Partner. „Die Batterien der E-Fahrzeuge bieten auch Speicherpotential, das wir benötigen, um den Ausbau von Wind- und Sonnenstrom zu flankieren und unsere Stromversorgung zu sichern“, so Gero Lücking von LichtBlick. E-Autos könnten allein in Deutschland bis 2050 ein Speicherpotential von 250 Gigawattstunden ausmachen. Das ist das Sechsfache des heute in Pumpspeicherkraftwerken bereitstehenden Puffers für das Stromnetz. Außerdem haben Testprojekte gezeigt, dass ein E-Auto als Zwischenspeicher für Wind- und Sonnenstrom bei einer zehnjährigen Batterienutzung mehr als 10.000 Euro erwirtschaften könnte.
Nicht zuletzt aus gesundheitlichen Gründen müssen Politik und Industrie in Deutschland einen Gang zulegen. „Dieselgate macht endgültig klar, dass der Verbrennungsmotor nicht zukunftsfähig ist“, sagt Viviane Raddatz vom WWF. „Deutsche Städte und Kommunen haben ein Problem mit schlechter Luft. Die Menschen werden nicht mehr lange hinnehmen, dass ihre eigenen Autos ihnen die Luft zum Atmen nehmen.“
Report: Driving the Energy Transition: wie Elektromobilität die Energiewende unterstützen kann
Lea Sibbel, Pressestelle WWF Deutschland
Tel.: 030 311777 467, E-Mail: [email protected]
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]]>Berlin/Hamburg: Wie weit ist die Energiewende in Deutschland und wohin steuert sie? Eine Antwort mit den relevanten Daten und anschaulichen Grafiken liefert ab sofort ein sogenanntes Dashboard auf www.energiewendebeschleunigen.de, der gemeinsamen Webseite von WWF und LichtBlick. Das Dashboard ähnelt einem digitalen Armaturenbrett im Auto oder Flugzeug. Auf einen Blick sieht man hier zum Beispiel den aktuellen Stand der deutschen Treibhausgasemissionen, den tagesaktuellen Strommix oder die Zahl der deutschen Windkraft- oder Photovoltaikanlagen.
Außerdem lässt sich in dem Energiewende-Cockpit verfolgen, wie sich der Anteil der erneuerbaren Energien sowie der fossilen und atomaren bei der Bruttostromerzeugung in Deutschland in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Auch über die Verbreitung von Elektroautos informiert das neue Instrument, sowie über die Zahl der Unternehmen, die von der EEG-Umlage befreit sind. Besonders interessant ist der Vergleich der finanziellen Förderung für fossile und Atomenergie auf der einen und erneuerbare Energien auf der anderen Seite. Hier zeigt sich, dass Atom und Kohle bisher insgesamt deutlich mehr Förderung erhalten haben als die erneuerbaren Energien.
Das Dashboard richtet sich an Entscheider in Politik und Wirtschaft genauso wie an Journalisten und Verbraucher, die die nötigen Zahlen und Fakten zur Energiewende im Blick behalten wollen – und zwar ohne umständliche Suche auf zahlreichen Seiten. Die Zahlen des Dashboards stammen aus anerkannten und fundierten Quellen, die auf der Seite transparent dargestellt werden. Sämtliche Daten werden vom Statistik-Online-Portal statista regelmäßig aktualisiert.
Lea Sibbel, Pressestelle WWF Deutschland
Tel.: 030 311777 467, E-Mail: [email protected]
Frank Krippner, LichtBlick
Tel.: 040 6360 1485, E-Mail: [email protected]
Quelle: klimaretter.info
]]>Quelle: Spiegel Online
]]>Quelle: Handelsblatt
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